Der Auftrag für das Ladengeschäft in Köln bot eine besondere Herausforderung für das Brüggemann-Team. Neben dem kompletten Innenausbau des Ladengeschäftes – inklusive der optisch ansprechenden Glaspaneele für die Präsentation der Ware – lag hier das Hauptaugenmerk auf einem speziellen Blickfang, den die Kunden des Optikers stets präsent vor Augen haben: Nämlich den stilvoll und ungewöhnlich gestalteten Beratungstischen.
Die erste Reaktion auf den Entwurf des Innenarchitekten war sogar bei den Brüggemännern ungläubiges Kopfschütteln, aber der Denkprozess beim Team ließ danach nicht lange auf sich warten. Den Werkstoff Holz in eine gerundete Form zu bringen ist immer eine anspruchsvolle Aufgabe und daher war das schlangenlinienförmige Standbein der Tische, das sich zum Boden hin im Schwung sowohl in Materialstärke wie -breite verjüngt, eine bemerkenswerte Problemstellung. Den Abschluss am Boden bildet eine Spitze aus Edelstahl.
Es galt, die Skizze vom Papier dreidimensional in den Raum zu stellen und ihr eine physische Form zu verleihen. Man könnte bei dieser Formgebung und Bearbeitung fast schon von Modellierarbeit am Werkstoff Holz sprechen. Obwohl die Tische zuerst grob an der Maschine vorgefertigt wurden, ist hier der Großteil der Tätigkeit bis hin zum kleinsten Detail in echter Handarbeit ausgeführt worden. Zum guten Schluss wurde die vorbereitete Wellenkontur noch mit dem Bandschleifer und Handschleifpapier exakt in ihre endgültige Form gebracht. Diese echten Hingucker wurden zusätzlich zu ihrer extremen Formgebung mit einer außergewöhnlichen Pappel-Maser-Oberfläche furniert.